Skip to content

Onlinebanking

Onlinebanking gehört zu den digitalen Dienstleistungen, die nicht nur sehr beliebt sondern auch nicht gefeit sind vor Datenpiraten. Das digitalisierte Deutschland hat nämlich auch einige Mängel zu verzeichnen. Ob Adressenklau auf diversen Speichermedien oder eben auch der Diebstahl von Kontodaten, PINs und TANs, der Betrug im Onlinebanking-Bereich hat 2009 um ca. 50% zugenommen. In Fachkreisen wird der Diebstahl von diesen Daten auch als „Phishing“ bezeichnet.

Um Onlinebanking, also einen direkten Zugriff auf das Bankkonto von Zuhause aus, durchzuführen, braucht man zum einen einen Internetanschluss und zum anderen muss man das Konto zunächst bei seiner Bank auf einen Online-Zugriff einstellen lassen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich im Netz zu verifizieren. Schließlich soll sicher gestellt werden, dass nur der Kontoinhaber Transaktionen vornimmt.

Für elektronische Unterschriften gibt es mehrere Möglichkeiten der Anwendung. Entweder PIN oder TANs, HBCI, FinTS, BCS, EBICS sollen gewährleisten, dass Datenpiraten keine Chance haben. Stets wird auch auf den Internetpräsenzen darauf hingewiesen, dass das Bankinstitut keinesfalls per E-Mail seine Kunden dazu auffordert, irgendwelche TANs einzugeben, oder gar Kontonummer und Bankleitzahl zu bestätigen.

Dennoch sind es nicht wenige Bürger, die den Datenpiraten zum Opfer fallen. Und dies trotz ausgefeilter Sicherheitsmechanismen, Benachrichtigungen bei Kontostandsänderung per SMS, u.v.m. Falls man sich an einem öffentlichen Ort, wie am Flughafen, in der Universität etc. mit seinem Laptop einwählt, oder gar einen öffentlichen Computer benutzt, sollte man stets darauf achten, dass man nach Ablauf der Sitzung seine privaten Daten löscht, d.h. sowohl Chronik, gespeicherte Such- und Formulardaten, Cache, gespeicherte Passwörter, etc.

Onlinebanking ist trotz des erhöhten Risikofaktors sehr beliebt. Vor allem für Geschäftstätige, die viel reisen und wenig Zeit für Bankgeschäfte aufbringen können, können per Mausklick schnell die gewünschten Informationen abrufen und Transaktionen tätigen. Studenten beispielsweise müssen nicht mehr wie früher ein Bankkonto in ihrem Studienort eröffnen, sondern einfach online ihre Finanzen verwalten. Das spart unheimlich viel Zeit und Nerven.

Auch die bestehenden Risiken werden von den Banken ständig überarbeitet. Dennoch sollte man einfach auf seinen normalen Menschenversatand hören. Im Zeitalter des W-LAN beispielsweise sollte man darauf achten, Bankgeschäfte nicht irgendwo im Freien zu tätigen. Sitzt man hingegen im eigenen Garten, geschützt hinter einem Sichtschutzzaun, so ist das Risiko erheblich geringer, dass ein Fremder Tastenkombinationen oder Passworter herausfinden kann.

Comments are closed.