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Digitalisierung

Gerne jongliert man mit Begriffen, die viel und zugleich nichts auszusagen scheinen. Digitalisierung – ein Fremdwort, was geradezu inflationär verwendet wird. Das „digitale“ Zeitalter, digitalisierte Mediennutzung, digitales Fernsehen, Leben mit Bits und Bytes. Aber – was heißt das eigentlich genau? Was versteht man also unter dem Begriff „Digitalisierung“ genau?  

Digitalisierung meint zunächst die Umwandlung von analogen Signalen in digitale Formen. Unter ersteres fallen zum Beispiel Schrift, Bild Ton. Wenn analoge Daten digitale Formen annehmen, können sie nun je nach Basis-Zustandseinheit, also Bit (als binäre Ziffern) oder Pixel, etc., zerlegt werden und somit an das ursprünglich vorhandene analoge Signal angenähert werden. Je höher die Auflösung der digitalisierten Daten, desto genauer nähert sich die digitale Form an die analoge an.

Digitalisierung im Internet hat beispielsweise zur Folge, dass uns eine Revolution des Fernsehens bevor steht. Der Fernsehmarkt ist derzeit im Umbruch. Durch die Digitaltechnik können die Haushalte eine neue Programmvielfalt genießen, und das Fernsehen interaktiv nutzen. Auch IPTV, welches die Übertragung von Fernsehsignalen über das Internet auf den Fernseher ermöglicht, kann über eine einzige Leitung realisiert werden.

Weitere Vorteile von Digitalisierung zeigen sich bei der Datenspeicherung. Als anschauliches Beispiel soll der Einsturz des Kölner Stadtarchivs 2009 dienen, bei dem wichtige, kulturhistorische Schriften verloren gingen. Nun beginnen Historiker damit, ein digitales historisches Archiv aufzubauen, um derartige historische Schriften zu sichern.

In der Filmbranche und in den Printmedien ist die Digitalisierung ein umstrittenes Thema, sorgt die Verbreitung von Filmen, Videoclips und Musikdateien doch stets für neue Diskussionen über Plagiate und Kopierschutz. Fest steht jedenfalls, dass die Digitalisierung den Alltag erheblich verändert hat. Internet, Datenverarbeitung, digitale Netzwerke sind heute selbstverständlich – und für viele gar zu einem Faszinosum geworden. Die Besucherzahlen der „Cebit“ stehen schließlich für sich. Viele Kinder kennen normales Spielzeug wie ein Gokart, Puppen oder Puzzle schon fast nicht mehr. Bereits die Kleinsten werden von der Digitalen Technik immer mehr und direkter angesprochen.

Derzeit in Diskussion in Punkto Digitalisierung ist die Entscheidung des Bundesverfassungsgericht, dass das deutsche Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung als nicht verfassungsgemäß erklärt. Diese Debatte wird die Provider mit Sicherheit noch eine Weile beschäftigen.

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